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Bilder versehentlich gelöscht – Urlaubserinnerungen ganz leicht zurückholen

Mit steigender Verbreitung und Megapixelzahl werden digitale Schnappschüsse immer inflationärer. Nichts desto trotz liegen jedem Menschen die eigenen Fotos sehr nah, weil damit wertvolle Erinnerungen verbunden sind. Darum ist es besonders ärgerlich, wenn man durch einen flüchtigen Fehler bei der Bildbearbeitung einige oder gar alle Bilder verliert. In einer solchen Situation ist guter Rat teuer. Was aber noch viel wichtiger ist: Erst mal nachdenken. Vorschneller Aktionismus kann die letzte Chance auf eine Rettung der Daten zunichte machen. 

Oberste Regel: Ruhe bewahren. Es ist wichtig zu wissen, dass die Daten nach dem Löschen physikalisch noch vorhanden sind. Die meisten digitalen Kameras verwenden das FAT16 oder FAT32 Format, um die Daten auf der Speicherkarte zu organisieren. Dabei ist ein Teil der Karte für das Speichern der Daten reserviert, ein anderer Teil enthält das Inhaltsverzeichnis. Wird eine Datei gelöscht, entfernt die Kamera oder der Computer lediglich den Eintrag aus dem Inhaltsverzeichnis und markiert die Datenblöcke, welche das Bild enthalten als frei. Den schlimmsten Fehler, den man in solch einem Moment machen kann ist, etwas auf die Karte schreiben zu wollen. Dabei würden evtl. die Daten überschrieben, die man doch so dringend wieder haben möchte.

Am Wochenende ist mir genau das widerfahren. Durch eine Verkettung von Zufällen, ist es mir gelungen, einige Fotos in meiner Medienbibliothek auf nimmer Wiedersehen ins Nirwana zu befördern. Zu allem Überfluss habe ich die Fotos nach dem Import auch von der Speicherkarte gelöscht. Um die Daten nicht aus versehen zu überschreiben, habe ich als erstes die Schreibsperre an der SD-Karte mit Hilfe des kleinen Schiebeschalters aktiviert. Danach wurde ich im Internet auf der Suche nach einer Datenrettungssoftware bei Prosoft fündig. Data Rescue II in der Version 1.2.1 sollte dem Versprechen des Herstellers nach in der Lage sein, die Daten auf der Karte zu analysieren und zu retten.

Eine kostenlose Demo Version mit begrenztem Funktionsumfang ist auf der Internetseite des Herstellers verfügbar. Die darin enthaltene Analyse der Daten und die Rettung einer Datei sollten ausreichen, um festzustellen, ob und welche Daten zu retten sind. In meinem Fall konnte ich alle Dateien von der Karte retten. Selbst die, die ich schon während meiner Fototour gelöscht hatte. Dafür benötigt man allerdings eine Lizenz, die im Shop des Herstellers 99 US Dollar kostet. Beim aktuellen Wechselkurs entspricht das etwa einen Preis von 65 Euro. Ein Schnäppchen, würde ich sagen.


 

 
Update: Für mich ist es schon zu Alltäglichkeit geworden, deswegen vergaß ich zu erwähnen, dass die Software selbstverständlich :) für Mac OS X ist. Vielen Dank Christian! Hier noch der klickbare Link für alle Windows Benutzer zum PC Inspector File Recovery.

  1. 4. August 2008, 07:42 | #1

    Wer nicht so viel Geld auf den Tisch legen möchte, kann es auch erstmal mit einem Freeware Tool versuchen, z.B. PC Inspector File Recovery.
    (http://www.chip.de/downloads/PC-Inspector-File-Recovery-4.0_13006819.html)

  2. Holger
    11. August 2008, 15:45 | #2

    Ach, wenn der Schmerz nicht wär. :-)
    Ist mir glücklicherweise mit einer Speicherkarte noch nicht passiert.

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