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Rails tutorial – Eine Woche lang Agile Webentwicklung

Diese Woche war für mich persönlich eine der lehrreichsten seit langem. Klar lernt man bei der täglichen Arbeit hier und da neue Sachen, jedoch ist es nicht das lernen, was ich meine. Seit Dienstag habe ich mich mit meinem Rechner und dem Buch “Agile Web Development with Rails” bei einem Freund im Büro eingeschlossen, um mir die Ruby on Rails Technologie mal näher anzusehen. Nach ca. 4 Jahren Java Entwicklung ist ein Blick über den Tellerrand längst überfällig.

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Für mich als eingefleischten Java Entwickler ist die Syntax sicher die größte Umstellung beim erlernen einer neuen Programmiersprache. Doch Ruby und damit auch Rails macht es dem Entwickler durch gut lesbaren code sehr leicht, die Semantic des Codes zu verstehen. Dazu kommt, daß Rails dem Entwickler durch sorgfältig durchdachte Konventionen bereits viele Entscheidungen abnimmt. Wo kommt der Code für die Controller, die Tests hin, wo lege ich Bilder und statischen Inhalt ab, wie benenne ich Dateien und Datenbank Tabellen? All diese Fragen führen im Projektalltag durch Permutation zu einer riesigen Anzahl von Möglichkeiten, die ständig Entscheidungen verlangen. Und wo mehrere Entwickler zusammen arbeiten, fallen die Entscheidungen nicht immer gleich aus, was letztlich zur Entropie des Projektes beiträgt.

In dem genannten Buch werden anhand eines ca. 150 seitigen Tutorials alle Facetten des Rails Frameworks zumindest gestreift, und in mehreren anschließenden Kapiteln amüsant vertieft. In dem Tutorial wird das Leben eines Webentwicklers am Beispiel eines Webshops beschrieben. Kurze Iterationen und frühes Feedback vom Kunden unterstützen den agilen Entwicklungsprozess ebenso, wie kurzer, gut lesbarer Code, der sich schnell ändern und testen läßt. Von Langeweile, wie bei den üblichen Hello Word Tutorien ist hier keine Spur!

Besonders beeindruckend fand ich neben den bereits implementierten xml und string output Methoden die dynamisch erzeugbaren Finder methoden, um Objekte in der Datenbank anhand bestimmter Attribute zu finden. Kombiniert mit deklarierbaren Objekt Assoziationen ergeben sich daraus mächtige Werkzeuge, die in Java Projekten regelmäßig eine Diskussion und Implementierungsorgie auslösen. Das folgende Beispiel enthält eine zur Laufzeit dynamisch erzeugte Methode, die einfach zu lesen ist und keines Kommentares bedarf.

users = User.find_all_by_firstname_and_lastname ("Dave", "Thomas")

Mit diesen ersten Eindrücken hinterlasse ich den geneigten Leser und möchte jeden animieren, sich dieses wertvolle Buch zu kaufen. Ruby on Rails bringt wieder Spaß in die Webentwicklung.

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